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Montag, 17. November 200850.000 Jobs auf der Kippe..![]() ![]() Citigroup Stellenabbau: 50.000 Entlassungen drohen Die US-Bank Citigroup will weitere 50.000 Mitarbeiter entlassen, das ist jeder siebte Arbeitspaltz. Die Gesamtzahl der Beschäftigten soll auf 300.000 sinken. Bereits im Jahr 2207 hatte die Citygroup 23.000 Stellen gestrichen. Ausserdem sind weitreichende Kostensenkungen in einer Grössenordnung von 20 % geplant. Nachdem die Citigroup die Zahlen genannt hatte, fiel der Dow-Jones am frühen Vormittag (US-Zeit) um über 140 Punkte. Über die Auswirkungen des Stellenabbaus auf die Geschäftsbereiche in Deutschland wurde zunächst keine Auskunft gegeben. Weiterer Stellenabau im Finanzsektor Die Jobs im Finanzsektor sind massiv gefährdet. Experten sprechen von 150.000 Arbeitsplätzen, die in der Branche schon abgebaut worden sind und von 70.000 Stellen, die allein in den USA noch abgebaut werden. „Der Trend war auch schon in der Vergangenheit, dass in der Wertpapierabwicklung, im Zahlungsverkehr und in der Kreditabwicklung Personal abgebaut oder outgesourct wird“, sagte Martin Faust, Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management, in einem Interview mit Euro am Sonntag Online. Dieser Trend werde sich durch die Finanzkrise weiter beschleunigen. Goldman Sachs will weltweit 3260 Jobs streichen, JPMorgan plant im europäischen Investmentbanking jede zehnte Stelle abzubauen. Die Bank beschäftigt weltweit insgesamt 25.000 Mitarbeiter im Investmentbanking. Harte Einschnitte wird es auch bei Merril Lynch geben: 4500 Banker müssen um ihre Arbeitsstelle bangen. Donnerstag, 13. November 2008Jede zweite Neueinstellung befristetFast jede zweite Neueinstellung ist befristet 43 Prozent der im Jahr 2006 abgeschlossenen Arbeitsverträge waren befristet. Im Jahr 2001 lag der Anteil der Befristungen dagegen erst bei 32 Prozent, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der soeben erschienenen Ausgabe 1/2008 der Zeitschrift IAB-FORUM. Im öffentlichen Dienst sind sogar zwei Drittel der neuen Arbeitsverträge befristet. Auch in den Branchen Gesundheit/Sozialwesen und Erziehung/Unterricht sowie bei den Nonprofit-Organisationen könnten Befristungen heute schon als das „Normaleinstellungsverhältnis“ bezeichnet werden, schreibt der Nürnberger Arbeitsmarktforscher Christian Hohendanner im IAB-FORUM. Zwischen 1996 und 2006 ist der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse an der betrieblichen Gesamtbeschäftigung von unter vier auf über sechs Prozent gestiegen – ein Anstieg um 65 Prozent. Mehr als zwei Millionen Arbeitskräfte sind auf Basis eines befristeten Vertrags tätig. Befristungen würden bei den sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen eine weitaus größere Rolle spielen als Leiharbeit oder Praktika, so Hohendanner. In der öffentlichen Verwaltung sind Entfristungen selten Lediglich ein Viertel aller befristeten Verträge in der öffentlichen Verwaltung mündet in einer Übernahme. Im produzierenden Gewerbe hingegen werden fast zwei Drittel übernommen. Befristungen hätten dabei häufig den Charakter verlängerter Probezeiten, merkt Hohendanner an. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung seien dagegen die Sparbemühungen der öffentlichen Hand maßgeblich. Da im öffentlichen Dienst für unbefristet Beschäftigte de facto Unkündbarkeit herrsche, komme hier als Instrument der Flexibilisierung nur die Befristung in Frage. Hohendanners Kommentar: „Eine personalpolitische Vorbildfunktion erfüllen Betriebe mit exzessiver Befristungspraxis nicht.“ Montag, 3. November 2008Konjunkturpaket für Handwerk geplant![]() Das deutsche Handwerk hat sich positiv über das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung geäußert und einen Verzicht auf einen Stellenabbau in Aussicht gestellt. Für 2008 bestehe «noch kein Grund zur Sorge» um die Beschäftigungsentwicklung, sagte Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, der «Frankfurter Rundschau» zufolge. 2009 würden die Betriebe ebenfalls versuchen, ihre qualifizierten Mitarbeiter zu halten. Dabei würden die von der Regierung angekündigten Wachstumsimpulse helfen, wird Schleyer weiter zitiert. Sie könnten «in den besonders gefährdeten handwerklichen Schlüsselbranchen Kfz und Bau für Entlastung sorgen». Er lobte die Regierungspläne als «wirksame Alternative zu beliebigen Konjunkturprogrammen». Zugleich rief er dazu auf, in der aktuellen Krise nicht zu sehr auf mehr Staat zu setzen. «Der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft darf nicht verstärkt werden», erklärte der Vertreter des deutschen Handwerks. Man dürfe nicht vergessen, dass die öffentlichen Banken die größten Schwierigkeiten hätten. «Das sollte Warnung genug sein gegen zu viel Einfluss des Staates», sagte Schleyer den Angaben zufolge. Geplante Maßnahmen im Konjunkturpaket der Bundesregierung Berlin – Am Mittwoch (5.11.) will das Kabinett Konjunkturhilfen für die schwächelnde Wirtschaft beschließen. Vorgesehen sind unter anderem folgende Maßnahmen: KFZ-STEUER: Alle Neuwagen-Käufer sollen ein Jahr lang von der KfzSteuer befreit werden. Für besonders schadstoffarme Wagen soll die Befreiung ein Jahr länger bis 2010 gelten. HANDWERK: Laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ sollen Haushalte doppelt so hohe Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen können wie bisher – 1200 statt 600 Euro pro Jahr. Nicht geklärt sei, ob das befristet gelten soll oder dauerhaft. MITTELSTAND: Glos plant laut „Spiegel“, dass die bundeseigene KfWBankengruppe für Kredite an kleine und mittlere Firmen zusätzlich 15 Milliarden Euro bereitstellt. Dies hat auch die SPD vorgeschlagen. ENERGIESPAREN: Laut „Spiegel“ möchte Glos die entsprechenden KfWProgramme für Kommunen um drei Milliarden Euro aufstocken und für Unternehmen um eine Milliarde Euro. INFRASTRUKTUR- UND VERKEHRSINVESTITIONEN: Dafür sind laut „Spiegel“ drei Milliarden Euro eingeplant. Statement ZDH-Generalsekretär Schleyer: „Die Politik überlegt seit einigen Tagen, wie der Wirtschaft geholfen werden kann. Viele Rezepte werden – teils sehr strittig – diskutiert. Die Wirtschaft unterstützt die Überlegungen der Großen Koalition für Wachstumsimpulse. Wir brauchen gleichermaßen Hilfe für Industrie, Handel und Handwerk – und deren Beschäftigten. Donnerstag, 30. Oktober 2008Arbeitsmarktentwicklung 10/2008"Auch im Oktober zeigten sich noch keine gravierenden Auswirkungen der konjunkturellen Abschwächung und der Lage an den Finanzmärkten auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ging zurück. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm weiter zu. Und auch die Stellenmeldungen der Unternehmen signalisieren weiterhin einen hohen Bedarf an Arbeitskräften", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Arbeitslosenzahl im Oktober: -84.000 auf 2.997.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -437.000 Arbeitslosenquote im Oktober: -0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat sich bundesweit von September auf Oktober im Zuge der anhaltenden Herbstbelebung um 84.000 auf 2.997.000 verringert (West: -52.000 auf 1.990.000; Ost -32.000 auf 1.007.000). Der Rückgang war etwas schwächer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre ( 118.000). Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den Oktober einen Rückgang von 26.000. Damit setzt sich im aktuellen Monat die bisherige Entwicklung fort, allerdings etwas abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Oktober 437.000 weniger Arbeitslose gezählt. Der anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem mit dem konjunkturbedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Geholfen haben außerdem die Arbeitsmarktreformen sowie ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot. Bei der Interpretation der aktuellen Entwicklung muss wie bisher berücksichtigt werden, dass Ende 2007 vorruhestandsähnlichen Regelungen ausgelaufen sind, die die Arbeitslosigkeit reduziert haben. Personen, die früher diese Regelungen in Anspruch genommen hätten, werden nun als Arbeitslose gezählt. Im bisherigen Jahresverlauf dürfte das die Arbeitslosigkeit jeweils monatlich in der Größenordnung von 10.000 belastet haben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im September saisonbereinigt um 20.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis August reichen, saisonbereinigt ebenfalls um 20.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Zuge der Herbstbelebung von August auf September um 278.000 auf 40,72 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 552.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im August nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,68 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 552.000. Dabei entfällt weiterhin deutlich mehr als die Hälfte des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich nur wenig verändert. Die Beschäftigung ist in allen Bundesländern gestiegen; der Zuwachs reicht von Mecklenburg-Vorpommern mit 1,0 Prozent bis zum Stadtstaat Hamburg mit 3,3 Prozent. Die Betrachtung nach Branchen zeigt in den meisten Fällen Beschäftigungszuwächse. Vor allem bei unternehmensnahen Dienstleistungen gab es einen kräftigen Anstieg (+5,0 Prozent bzw. +184.000), der zum Teil auf Arbeitnehmerüberlassung beruht. Darüber hinaus waren deutliche Zuwächse vor allem bei Erziehung und Unterricht (+3,4 Prozent bzw. +32.000), im Gesundheits- und Sozialwesen (+2,8 Prozent bzw. +90.000) und bei sonstigen Dienstleistungen (+2,4 Prozent bzw. +29.000) zu verzeichnen. Ein großer Wachstumsbeitrag kam auch vom Verarbeitenden Gewerbe (+1,7 Prozent bzw. +115.000). Leichte Beschäftigungsverluste gab es u.a. in der Bauwirtschaft ( 0,6 Prozent bzw. 9.000). Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den September auf 2,69 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,2 Prozent. Das gemeldete Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) hat sich im Oktober saisonbereinigt nicht verändert; die ungeförderten Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, nahmen geringfügig ab (-1.000). Nicht saisonbereinigt verringerte sich der gesamte Stellenbestand von September auf Oktober um 14.000 auf 571.000. Von diesen Stellen waren 91 Prozent sofort zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 38.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen entfielen 63 Prozent oder 362.000 auf ungeförderte Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren 16.000 weniger als vor einem Monat und 19.000 weniger als vor einem Jahr. Montag, 6. Oktober 2008Arbeitsmarktentwicklung 09/2008Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im September 2008 "Von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik und den Turbulenzen an den Finanzmärkten zeigt sich der Arbeitsmarkt bisher unbeeindruckt. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Die Beschäftigung ist weiter gewachsen. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Arbeitslosenzahl im September: -115.000 auf 3.081.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -463.000 Arbeitslosenquote im September: -0,2 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat im September im Zuge der Herbstbelebung um 115.000 auf 3.081.000 abgenommen (West: -67.000 auf 2.042.000; Ost: -48.000 auf 1.039.000). Der absolute Rückgang war schwächer als im September der letzten drei Jahre. Bei der Beurteilung muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Niveau der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren stetig gesunken ist; daher sind die relativen Veränderungen aussagekräftiger. Aktuell ging die Arbeitslosigkeit um 3,6 Prozent zurück. Dieser Rückgang ist zwar etwas geringer als im September des vergangenen Jahres, aber deutlich höher als in den beiden Jahren zuvor. Das Saisonbereinigungsverfahren berücksichtigt diese Niveaueffekte; es errechnet für den September einen saisonbereinigten Rückgang von 29.000. Damit setzt der aktuelle Monat die bisherige Entwicklung fort, wenn auch etwas abgeschwächt. Beim Vergleich mit der Vormonatsveränderung im September 2007 muss berücksichtigt werden, dass der saisonbereinigte Rückgang im vergangenen Jahr außergewöhnlich stark ausfiel ( 70.000); das ist auch der Grund dafür, dass der absolute Vorjahresabstand kleiner wird. So wurden im September 463.000 weniger Arbeitslose gezählt als vor einem Jahr. Bei der Interpretation der aktuellen Entwicklung muss weiterhin berücksichtigt werden, dass Ende 2007 vorruhestandsähnliche Regelungen ausgelaufen sind, die die Arbeitslosigkeit reduziert haben. Personen, die früher diese Regelungen in Anspruch genommen hätten, werden nun als Arbeitslose gezählt. Im bisherigen Jahresverlauf dürfte das die Arbeitslosigkeit jeweils monatlich in der Größenordnung von 10.000 erhöht haben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August saisonbereinigt um 39.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis Juli reichen, saisonbereinigt um 38.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Juli auf August um 94.000 auf 40,40 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 545.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juli nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,4 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 586.000. Dabei entfällt deutlich mehr als die Hälfte des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich nur wenig verändert. Die Beschäftigung ist in allen Bundesländern gestiegen; der Zuwachs reicht von Thüringen mit 1,4 Prozent bis zum Stadtstaat Hamburg mit 3,5 Prozent. Die Betrachtung nach Branchen zeigt in den meisten Fällen Beschäftigungszuwächse. Vor allem bei unternehmensnahen Dienstleistungen gab es einen kräftigen Anstieg (+206.000), der zum Teil auf Arbeitnehmerüberlassung beruht. Darüber hinaus waren deutliche Zuwächse vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+90.000), bei Erziehung und Unterricht (+28.000), bei sonstigen Dienstleistungen (+26.000) und bei Verkehr und Nachrichtenübermittlung (+31.000) zu verzeichnen. Ein großer Wachstumsbeitrag kam auch vom Verarbeitenden Gewerbe (+125.000). Leichte Beschäftigungsverluste gab es u.a. in der Bauwirtschaft ( 7.000). Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den August auf 2,9 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,7 Prozent. Das gemeldete Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) ist im September saisonbereinigt um 6.000 und die ungeförderten Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, um 3.000 gestiegen. Nicht saisonbereinigt verringerte sich der gesamte Stellenbestand von August auf September um 1.000 auf 585.000. Von diesen Stellen waren 90 Prozent sofort zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 44.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen entfielen 65 Prozent oder 379.000 auf ungeförderte Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren 7.000 weniger als vor einem Monat und 18.000 weniger als vor einem Jahr. Bundesagentur für Arbeit Presseteam Freitag, 5. September 2008Mindestlohn..![]() 17 von 20 EU-Staatenmit einem gesetzlichen Mindestlohn haben diesen seit Jahresbeginn angehoben. In zwölf Ländern wurde die Lohnuntergrenze bereits zum 1. Januar erhöht. Zwischen März und Juli haben nun Luxemburg, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Slowenien das gesetzliche Lohnminimum angehoben. In Belgien und den Niederlanden geschah dies bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr: In beiden Länden werden die Mindestlöhne ebenso wie in Luxemburg an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten gekoppelt. In den westeuropäischen Euro-Ländern liegen die Mindestlöhne aktuell bei mehr als 8,30 Euro pro Stunde, in Luxemburg bei 9,30 Euro. Auch der Mindestlohn in Großbritannien steigt, 5,73 Pfund ist für den 1. Oktober beschlossen. Deutschland gehört zu den sieben EU-Staaten, die keinen Mindestlohn haben. Die anderen sind Dänemark, Schweden, Finnland, Österreich, Italien und Zypern. Allerdings gibt es in den meisten dieser Länder "funktionale Äquivalente, die eine hohe Tarifbindung sichern und damit ein weitgehend funktionierendes System tarifvertraglicher Mindestlohnsicherung möglich machen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 7,50 Euro in der Bundesrepublik. Das wäre der sechsthöchste Niveau in der EU nach Luxemburg (9,30 Euro), Frankreich (8,71), Irland (8,65), Belgien (8,41) und den Niederlanden (8,33). Die deutschen Arbeitgeber und die meisten Wirtschaftsinstitute lehnen die DGB-Forderung ab. Nach Berechnungen des Berliner DIW koste ein Mindestlohn in dieser Höhe 200.000 Arbeitsplätze, vor allem von schlecht qualifizierten Beschäftigten. Das Münchner Ifo-Institut und das Essener RWI befürchten sogar den Verlust von mehr als einer Million Jobs. Die Europäische Zentralbank (EZB) wiederum kritisiert die Koppelung der Löhne an die Preisentwicklung, wie es etwa in Belgien der Fall ist. Sie befürchtet, dass sich Preise und Löhne dadurch gegenseitig hochschaukeln und die Inflation verfestigen. Belgien hatte im August mit 5,4 Prozent die zweithöchste Inflationsrate in der Euro-Zone nach Slowenien. Mittwoch, 3. September 2008Ausbildungsbonus![]() Jugendliche, die schon über ein Jahr die Schule verlassen haben und sich seitdem erfolglos um eine berufliche Ausbildung bemüht haben, brauchen eine Chance. Deshalb können Arbeitgeber, die für diese Jugendlichen zusätzlich einen Ausbildungsplatz schaffen, rückwirkend ab 01.07.2008 einen Ausbildungsbonus erhalten. Höhe des Ausbildungsbonusses Je nach Höhe der Ausbildungsvergütung beträgt der finanzielle Zuschuss 4.000, 5.000 oder 6.000 Euro. Gezahlt wird in zwei Raten: 50 Prozent nach der Probezeit, 50 Prozent nach der Anmeldung zur Abschlussprüfung. Beantragen Arbeitgeber müssen den Ausbildungsbonus vor Beginn der Ausbildung bei der Agentur für Arbeit zunächst formlos beantragen. Zusätzliche Ausbildungsverträge Eine Förderung setzt voraus, dass ein zusätzlicher Ausbildungsplatz bereitgestellt wird. Zusätzlich ist ein Ausbildungsplatz, wenn bei Ausbildungsbeginn die Zahl der Ausbildungsplätze einschließlich des neuen Ausbildungsvertrags höher ist als der Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre jeweils zum Jahresende. Der Nachweis der Zusätzlichkeit erfolgt durch eine Bescheinigung der zuständigen Kammer. Für welche Jugendlichen wird der Bonus gewährt? Der Ausbildungsbonus wird in jedem Fall gewährt, wenn ein Jugendlicher ohne Schulabschluss, mit Sonderschulabschluss oder Hauptschulabschluss eingestellt wird, der sich bisher erfolglos um eine Lehrstelle bemüht hat. Ein Anspruch auf den Ausbildungsbonus besteht auch bei Einstellung eines sozial benachteiligten oder lernbeeinträchtigten Jugendlichen. In diesen Fällen können zusätzlich auch die Ausbildung begleitende Hilfen in Form individuell zugeschnittener Lernunterstützung in Anspruch genommen werden. Für Jugendliche mit mittlerem Schulabschluss, die seit mindestens einem Jahr, oder mit höherem Schulabschluss, die seit mindestens zwei Jahren einen Ausbildungsplatz suchen, kann im Einzelfall ein Bonus gewährt werden. Für Jugendliche, die den Ausbildungsplatz wegen Insolvenz, Stilllegung oder Schließung des Ausbildungsbetriebes verloren haben und Schwierigkeiten haben, einen neuen Ausbildungsplatz zu finden, wird ebenfalls ein Ausbildungsbonus gewährt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Agentur für Arbeit. Bundesagentur für Arbeit Presseteam Donnerstag, 28. August 2008Arbeitsmarktentwicklung 08/2008Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im August 2008 "Die positive Grundtendenz am Arbeitsmarkt hält an. Von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt bisher unbeeindruckt", erklärte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt. Arbeitslosenzahl im August: -14.000 auf 3.196.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -510.000 Arbeitslosenquote im August: -0,1 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent ![]() Die Arbeitslosigkeit hat sich von Juli auf August um 14.000 auf 3.196.000 verringert (West: -11.000 auf 2.109.000; Ost: -3.000 auf 1.087.000). Der Rückgang war etwa so groß wie im Durchschnitt der letzten zwei Jahre. Saisonbereinigt errechnet sich eine Abnahme von 40.000. Gegenüber dem Vorjahr wurden im August 510.000 Arbeitslose weniger gezählt. Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem mit dem anhaltenden Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Geholfen haben außerdem die Arbeitsmarktreformen sowie ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot, das nach Einschätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 2008 jahresdurchschnittlich um 94.000 abnehmen wird. Bei der Interpretation der aktuellen Entwicklung muss aber auch berücksichtigt werden, dass Ende 2007 vorruhestandsähnliche Regelungen ausgelaufen sind, die Arbeitslosigkeit reduziert haben. Personen, die früher diese Regelungen in Anspruch genommen hätten, werden nun als Arbeitslose gezählt. Im bisherigen Jahresverlauf dürfte das die Arbeitslosigkeit monatlich in der Größenordnung von 10.000 erhöht haben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli saisonbereinigt um 37.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis Juni reichen, saisonbereinigt um 38.000 zugenommen. Die saisonbereinigten Zuwächse wurden durch den milden Winter und die beschäftigungsstabilisierende Wirkung des Saisonkurzarbeitergeldes in den Wintermonaten überzeichnet; entsprechend geringer fallen sie nun aus. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Juni auf Juli allein aus jahreszeitlichen Gründen leicht gesunken, und zwar um 15.000 auf 40,31 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 560.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,45 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 596.000. Dabei entfällt deutlich mehr als die Hälfte des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich nur wenig verändert. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Juli auf 3,00 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,0 Prozent. Das gemeldete Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) ist im August saisonbereinigt um 2.000 gesunken; die ungeförderten Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, haben um 1.000 abgenommen. In den letzten drei Monaten hat sich der gesamte Stellenbestand monatsdurchschnittlich um 1.000 reduziert, während sich die ungeförderten "normalen" Stellen praktisch nicht verändert haben. Die Daten der Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit und die Meldungen der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern signalisieren kurz vor Abschluss des Berufsberatungsjahres eine positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. Von Oktober 2007 bis August 2008 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 466.700 Ausbildungsstellen gemeldet, dies sind 8.500 mehr als im Vorjahreszeitraum. Bundesagentur für Arbeit Presseteam Mittwoch, 27. August 2008Wenn du keinen Job hast, sieht die Welt anders aus![]() ![]() Energie Stellenstreichung bei E.ON - Der Energiekonzern E.ON will Medienberichten zufolge bis zu 1.800 Stellen streichen und zahlreiche Standorte aufgeben. 40 der 60 Service-Standorte in Deutschland sollen geschlossen werden. Die Verlagerungen beträfen Standorte in ganz Deutschland, so der E.ON-Energie-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach. Industrie Thyssen verkauft Sparte mit 23 000 Mitarbeitern Der Stahlriese ThyssenKrupp stellt seine Industriedienstleistungen mit weltweit 23 000 Mitarbeitern zum Verkauf. Der Teilbereich Industrial Services mit 23 000 Beschäftigten soll 2009 verkauft werden. In Deutschland sind von dem Verkauf des Teilbereichs 12 000 Menschen betroffen. Sie sind zumeist mit der Instandhaltung und Montage von Industrieanlagen beschäftigt. Konzernchef Schulz sagte, die Tochter weise zu wenig Synergien zum Kerngeschäft Roh- und Werkstoffdienstleistungen auf und sei bei einem anderen Eigentümer besser aufgehoben. Geplant ist, Industrial Services als Ganzes zu veräußern, ergänzte Spartenchef Eichler. Er rechnet mit einem regen Interesse von Finanzinvestoren und strategischen Investoren. Industrial Services sei "hochprofitabel". Telekommuniation Telekom will Hälfte aller Callcenter schließen Die Telekom plant die Schließung zahlreicher Callcenter. Laut dem Magazin "Focus“ soll jeder zweite Standort geschlossen werden, in den betroffenen Städten fallen hunderte Arbeitsplätze weg. Laut Telekom ließen sich nur noch Call-Center mit 400 bis 900 Mitarbeitern wirtschaftlich betreiben. Betroffen von den Umbaumaßnahmen sind laut Verdi bundesweit etwa 8.000 Beschäftigt "Wir werden kleinere Standorte in größere, wettbewerbsfähige Standorte in Deutschland überführen“, so ein Telekom-Sprecher. Jedem betroffenen Mitarbeiter werde ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten, kein Arbeitsplatz ins Ausland verlagert. Automobilbau Steht auch die Daimler AG steht möglicherweise vor einem weiteren Personalabbau? Das "manager magazin" berichtete, ein solcher Personalabbau wäre Teil eines Sparprogramms, über das der Vorstand des Automobilkonzerns aktuell diskutiert. Er würde vor allem Mitarbeiter der Konzernzentrale betreffen. Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche überarbeite derzeit die Konzernstrategie. Am 25. und 26. September wolle Zetsche seine Pläne dem Aufsichtsrat präsentieren. Zuletzt hatte Daimler 2006 angekündigt, 6.000 Stellen in der Verwaltung zu streichen. Bankenlandschaft Auch in der Bankenlandschaft dürfte es in absehbarer Zeit kaum Ruhe geben. Nach einer Übernahme durch die Commerzbank sollen die Bankgeschäfte der Investmentbank Dresdner Kleinwort einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge um zwei Drittel zusammengestrichen werden. Bereits vor einigen Tagen hatte die Zeitung geschrieben, dass die Investment-Banking-Sparte der Dresdner Bank stark beschnitten werde, falls die Allianz-Tochter von der Commerzbank übernommen werden sollte. Bankanalysten gehen davon aus, dass vor allem in den Zentralen Mitarbeiter eingespart werden könnten. "Alle Steuerungstätigkeiten einer Bank, Bereiche wie die Informationstechnik und das Eigenanlagenmanagement (Treasury), braucht man nach einer Fusion nicht mehr zweimal, sondern nur noch einmal", sagt dazu Matthias Dürr, Analyst der DZ Bank. Mit dem Vertrieb dürften die Bankmanager hingegen vorsichtig umgehen, meint Dürr. Insgesamt beschäftigen Commerzbank und Dresdner Bank im Inland rund 48.000 Mitarbeiter. Nach Einschätzung von Joachim Müller, einem Bankanalysten des französischen Finanzhauses Cheuvreux, könnten bei einer Fusion etwa 5000 Mitarbeiter entlassen werden. Unicredit Die italienische Großbank Unicredit plant in Westeuropa den Abbau von 9 000 Stellen, davon wird wohl auch die deutsche Tochter HVB massiv betroffen sein. Der Stellenabbau sei im Rahmen des strategischen Plans für 2008 bis 2010 vorgesehen, teilte das viertgrößte Geldhaus Europas mit. Auch bei der Münchener HVB sind lt. Handelsblatt-Informationen zufolge sind 2 000 bis 2 500 Stellen bedroht. HVB hatte erst kürzlich angekündigt worden, dass in diesem und im nächsten Jahr 1 800 Arbeitsplätze gestrichen oder ausgegliedert werden sollen. Finanzkreisen rechnen damit, dass im Zuge der neuen Unicredit-Sparrunde noch einmal bis zu 2 500 Stellen wegfallen könnten. Frauen verdienen 24% weniger als Männer![]() Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern Frauen verdienen 24% weniger als Männer Der Bruttostundenverdienst von Frauen lag nach den Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung 2006 um 24% unter dem der Männer. Dies bedeutet nicht, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit 24% weniger verdienten. Die Ursachen für den Verdienstabstand sind vielfältig. Frauen und Männer unterscheiden sich in der Wahl ihrer Berufe, Branchen und in der Erwerbsbiografie. Diese Unterschiede sind in der Differenz von 24% enthalten. Dieser Verdienstunterschied wird daher auch unbereinigter Verdienstabstand oder englisch "unadjusted Gender Pay Gap" genannt. Schlecht bezahlte Berufe sind meist Frauensache Bei der Wahl des Berufes gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So lassen sich klassische Frauen- bzw. Männerberufe identifizieren, denen kaum das jeweils andere Geschlecht nachgeht. In Berufen mit hohen Bruttojahresverdiensten, wie zum Beispiel Luftverkehrsberufen, arbeiten deutlich mehr Männer als Frauen. Gut bezahlte Berufe sind somit immer noch Männersache. In schlecht bezahlten Berufen arbeiten umgekehrt überwiegend Frauen, z. B. als Friseurinnen oder Raumpflegerinnen. Erziehungsbedingte Erwerbsunterbrechungen schaden der Karriere Beim Einstieg in das Berufsleben ist der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen vergleichsweise gering. Bei den 25- bis 29-Jährigen lag er im Jahr 2006 bei 10%. Bei den 35- bis 39-Jährigen hatte er sich mit 22% mehr als verdoppelt, bei den 60-Jährigen und Älteren war er mit 31% am größten. Bei der Geburt ihres ersten Kindes waren Frauen im Jahr 2006 im Durchschnitt knapp 30 Jahre alt. Hier zeigt sich, dass Frauen während und nach schwangerschafts- und mutterschutzbedingten Erwerbsunterbrechungen sowie den damit verbundenen Erziehungszeiten den Anschluss an die Verdienstentwicklung der Männer verpassen. Kehrten Frauen nach ihren kinderbedingten Erwerbsunterbrechungen in den Beruf zurück, bedeutete dies für viele den Wechsel von der Vollzeit- in die Teilzeitbeschäftigung. Der Anteil der vollzeitbeschäftigten Frauen nahm mit dem Alter deutlich ab. Im Alter zwischen 25 und 29 Jahren waren 65% aller erwerbstätigen Frauen vollzeitbeschäftigt. Bei den 30- bis 34-Jährigen waren es 58%, bei den 35- bis 39-Jährigen nur noch 46%. Der Anteil der Frauen, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgingen, nahm im Gegenzug zu. Bei den 25- bis 29-jährigen Frauen waren 20% teilzeitbeschäftigt. Bei den 35- bis 39-Jährigen hatte sich dieser Anteil bereits mehr als verdoppelt (41%). Verteilung der Erwerbstätigen nach Beschäftigungsart Die Erwerbsbiografie von Männern verlief hingegen in der Regel ohne Unterbrechungen und stets auf einem Vollzeitarbeitsplatz. Der Anteil der vollzeitbeschäftigten Männer blieb mit dem Alter dementsprechend nahezu konstant. Im Alter von 30 bis 54 Jahren arbeiteten durchschnittlich stets mehr als 90% der männlichen Beschäftigten Vollzeit. Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist mit finanziellen Nachteilen verbunden. Die Stundenverdienste von Teilzeitbeschäftigten sind niedriger als die der Vollzeitbeschäftigten. Betroffen davon sind vor allem Frauen. Von Ihnen war 2006 ein deutlich höherer Anteil (35%) teilzeitbeschäftigt als bei den Männern (5%). Umgekehrt arbeiteten deutlich mehr Männer (83%) als Frauen (46%) in den im Vergleich zu Teilzeitjobs besser bezahlten Vollzeitarbeitsverhältnissen. Frauen sind seltener in Führungspositionen Ein weiterer Grund für die höheren Männerverdienste könnte eine vergleichsweise bessere Qualifikation sein. Betrachtet man die Verteilung der erwerbstätigen Männer und Frauen bezüglich ihrer Bildungsabschlüsse, stellt man aber nur geringe Unterschiede fest. Beim Fachhochschulabschluss lagen nach den Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung 2006 die Männer vorne. Nur geringe Unterschiede gab es bei Abiturienten, Hauptschulabschlüssen bzw. bei der mittleren Reife. Obwohl keine großen Unterschiede beim Bildungsabschluss festzustellen waren, wurden Führungspositionen trotzdem vornehmlich von Männern wahrgenommen. 71% der Leitenden Arbeitnehmer/-innen waren im Jahr 2006 Männer. Während der durchschnittliche Bruttostundenverdienst über alle Beschäftigte 16,52 Euro betrug, wurden diese Führungskräfte mit 31,17 Euro entlohnt. Dies sind knapp 89% mehr im Vergleich zum Durchschnittsverdiener. In keinem Wirtschaftszweig verdienen Frauen mehr als Männer Der Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern variiert stark in den unterschiedlichen Branchen. So war er 2006 in den Wirtschaftszweigen Unternehmensnahe Dienstleistungen (30%), Kredit- und Versicherungsgewerbe (29%) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (28%) am größten. Niedrige Verdienstabstände zwischen den Geschlechtern bestanden in den Wirtschaftszweigen Bergbau (5%), Verkehr- und Nachrichtenübermittlung (9%) sowie im Gastgewerbe (13%). In diesen Wirtschaftszweigen arbeiteten aufsummiert nur 7% aller Frauen. In keinem Wirtschaftszweig verdienten Frauen mehr als Männer. Quelle:DESTATIS
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