Active-Job-Planning
... lesen Sie hier den Einführungstext zu unserer Serie!
Active-Job-Planning - was ist darunter zu verstehen?
Das Zauberwort, das Sie unbedingt kennen sollten, um gegenüber Ihren Mitbewerbern nicht in Rückstand zu geraten, heißt "Aktive Jobsuche". Wenn Sie sich als Einzelner über die Möglichkeiten noch im Unklaren sind, dann lesen Sie weiter.
Das eigentlich geeigneteste aber noch am wenigsten verbreiteste Instrument, um den eigeninitiativen Bewerbungsprozess zu steuern, ist Active-Job-Planning.
Der Ansatz denkt den gesamten Bewerbungsprozess vollständig neu von der verfügbaren Arbeitskraft her. Nicht das allein Unternehmen entscheidet, ob Sie als Kandidat zu ihm passen, sondern.....
Sie selbst suchen sich gezielt das Unternehmen mit dem Job, der Ihren Fähigkeiten und Interessen am besten entspricht. Sie treten so nicht als lästiger Bittsteller, sondern als effizienter Problemlöser auf.
Das ist nur realistisch: Überzeugender beim Vorstellungsgespräch ist allemal derjenige, der im wahrsten Sinne "selbstbewusst" ist, also sich im Klaren über die eigenen Ziele, Wünsche und Träume ist, sowie sich über Berufsfeld und Unternehmenskultur umfassend informiert zeigt. Sie sind der Traumkandidat, der im Geiste schon immer bei diesem Unternehmen beschäftigt war, und für den das Bewerbungsschreiben nur der allerletzte zwingende Schritt war. So wird Ihr Traumjob realisierbar, indem Sie Ihre Vision schlüssiger und selbstbewusster vertreten können.
Dieser ganzheitliche Ansatz und die klare Trennung "was will ich" und "was will ich nicht" eröffnet die optimale Jobchance für jedermann: Voraussetzung ist, dass man weiß, was man kann und was man will. Verdeckte Talente und abseitige Hobbies sind dabei ebenso wichtig wie ein fundiertes Fachwissen und ein hochwertiger Abschluss, entsprechend der Devise "Vergessen Sie Ihre Berufsbezeichnung, und definieren Sie sich als Mensch, über Ihre Stärken, Interessen, Möglichkeiten, aber auch Defizite und Abneigungen."
Je intensiver die Selbstanalyse ist und ein persönliches Jobprofil aus Fähigkeiten und Interessen entwickelt wird, um so näher sind Sie an Ihrem Ziel. Erforschen Sie dabei genau die Vorteile, Vorzüge, aber auch die Lücken und Tücken Ihrer künftigen Berufsausrichtung/Berufsfelder und möglicher Unternehmen.
Schritt 1: Selbstdefinition
Der Weg zur Erkenntnis, was man im (Berufs-)Leben will und kann, beginnt nicht psychologisierend-anstrengend, sondern spielerisch-befreiend: am Anfang der Selbstanalyse steht das Herausfiltern der Dinge, die man gerne tut, über Themen, mit denen man mit Freunden am liebsten spricht, über Beiträge, an denen man in Zeitung oder Fernsehen hängenbleibt. Damit kristallisiert sich Ansatz, Sie selbst sehen sich plötzlich im Mittelpunkt, sonst heißt es doch immer nur: Welche Angebote auf dem Arbeitsmarkt gibt es?" Der Ausgangszustand: Viele Bewerber sind - durch Zwänge, fremde Einflüsse oder Gewohnheit - bereits so "betriebsblind" geworden, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie am besten können und woran sie Spaß haben.
Ein passendes Berufsbild durch die strukturierte Erkundung der individuellen "übertragbaren Fähigkeiten" eingegrenzt. Planen, Beraten, Zuhören, Unterhalten, Motivieren, Gestalten, Helfen sind z. B. einige dieser Fähigkeiten, die sich in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen einsetzen lassen.
So werden auch Widersprüche zwischen dem Können und dem Wollen aufgedeckt: Wer seine Stärken nur im ordentlichen Kopieren und Versenden von Bewerbungsunterlagen unter Beweis stellt, sollte seinen Traum von einer verantwortliche Tätigkeit lieber stillschweigend begraben. Doch auch Ordentlichkeit und Genauigkeit sind Talente, die mit dem Wunsch nach beruflichem Aufstieg nicht unvereinbar sein müssen!
Aus den Faktoren "Was will ich?" und "Was kann ich?" werden die beruflichen Ziele definiert. Es ergibt sich im Idealfall ein maßgeschneidertes Tätigkeitsfeld.
Doch beginnen wir zunächst mit der Analyse. Hier sind Sie gefordert, setzen Sie sich mit den folgenden Fragen intensiv auseinander, die Analyse folgt einer ganzheitlichen Betrachtung, Ihre Neuorientierung sollte in jedem Fall Anworten auf die nachfolgenden Fragestellungen beinhalten:
Ihre Aufgabe:
Analyse
Meine Begabungsstärken:
Was mache ich gerne?
Was mache ich gut?
Mit welchen unter 1 und 2 beschriebenen Fähigkeiten
biete ich welchen Menschen welchen Nutzen?
Meine negativen Lebensstationen:
(soweit möglich, gebe ich jeweils die Jahreszahlen an):
Welches waren meine (vier bis sechs) wichtigsten negativen Lebensstationen?
Wann fühlte ich mich unterlegen/unsicher?
Wann hatte ich welche Misserfolge zu verzeichnen?
Mit welchen Personen gab es Konflikte?
Welches waren meine (vier bis sechs) wichtigsten positiven Lebensstationen?
Meine positiven Lebensituationen: (soweit möglich, gebe ich jeweils die Jahreszahlen an):
Wann fühlte ich mich sicher/souverän?
Wann hatte ich welche Erfolge zu verzeichnen?
Mit welchen Personen harmonierte ich besonders gut?
Berufliche Situation: Meine Probleme, welche Mängel, Probleme, Schwierigkeiten und Gefahren empfinde ich in meiner derzeitigen beruflichen Situation?
Was möchte ich ändern/verbessern?
Berufliche Situation: Meine Chancen
Welche Chancen, günstige Umstände und Vorteile empfinde ich in meiner bisherigen oder derzeitigen beruflichen Situation?
Private Situation: Meine Probleme
Welche Mängel, Probleme, Schwierigkeiten und Gefahren empfinde ich in meiner derzeitigen privaten Situation?
Was möchte ich ändern/verbessern?
Private Situation: Meine Chancen
Welche Chancen, günstige Umstände und Vorteile empfinde ich in meiner derzeitigen privaten Situation?
Zielplanung
Meine beruflichen Ziele:
Welche beruflichen Ziele sind mir für die nächsten 3 / 6 oder 12 Monate am wichtigsten?
Meine privaten Ziele:
Welche privaten Ziele sind mir für die nächsten
zwölf Monate am wichtigsten?
Vorgehensplanung
Vorgehensplanung - Liste der Mittel:
Wen oder was brauche ich jeweils, um jedes meiner Ziele
zu erreichen?
Vorgehensplanung - Liste der Maßnahmen:
Was muss ich jeweils tun, um jedes meiner Ziele zu erreichen?
Ich werde... (dieses und jenes tun.)
Vorgehen
Haben Sie Ihre Ziele auf die Zeit verteilt?
Geben Sie jedem Tag ein persönliches Ziel?
Wie sieht Ihr Tagesrhythmus aus?
Welche Prioritäten setzen Sie für den Ablauf des Tages?
Planen Sie Zeitreserven für Unvorhergesehenes und länger dauernde Aufgaben und Termine ein?
Wie halten Sie häufig benötigte Daten und Fakten fest?
Kennen Sie Ihre Zeitdiebe?
Erfolge / Ergebnisse
Ziehen Sie nach Abschluss einer Aufgabe Bilanz:
Habe ich die angestrebten Ziele alle erreicht? Wenn nicht: Warum nicht?
Welche Abweichungen beziehungsweise Einschränkungen gab es? Warum?
Habe ich den Zeitrahmen eingehalten? Wenn nicht: Warum nicht?
Habe ich den Kostenrahmen eingehalten? Wenn nicht: Warum nicht?
Eine besonders ergiebige Quelle für neue Ideen kann eine "Liste der Erfolge" werden. Halten Sie sich diese Erfolge auf einer Liste unter Angabe das Datums fest.
Was ist mir beim Umsetzen meiner Ziele besonders gut gelungen? Welche Gründe gab es dafür?
Für welche Planungen, Entscheidungen und Aktivitäten habe ich besonderes Lob geerntet, besondere Anerkennung gefunden?
Wie habe ich diese guten Ergebnisse erreicht?
Lesen Sie morgen den zweiten Teil unserer Serie!
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