Energie
Stellenstreichung bei E.ON -
Der Energiekonzern E.ON will Medienberichten zufolge bis zu 1.800 Stellen streichen und zahlreiche Standorte aufgeben. 40 der 60 Service-Standorte in Deutschland sollen geschlossen werden.
Die Verlagerungen beträfen Standorte in ganz Deutschland, so der E.ON-Energie-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach.
Industrie
Thyssen verkauft Sparte mit 23 000 Mitarbeitern
Der Stahlriese ThyssenKrupp stellt seine Industriedienstleistungen mit weltweit 23 000 Mitarbeitern zum Verkauf. Der Teilbereich Industrial Services mit 23 000 Beschäftigten soll 2009 verkauft werden. In Deutschland sind von dem Verkauf des Teilbereichs 12 000 Menschen betroffen. Sie sind zumeist mit der Instandhaltung und Montage von Industrieanlagen beschäftigt. Konzernchef Schulz sagte, die Tochter weise zu wenig Synergien zum Kerngeschäft Roh- und Werkstoffdienstleistungen auf und sei bei einem anderen Eigentümer besser aufgehoben. Geplant ist, Industrial Services als Ganzes zu veräußern, ergänzte Spartenchef Eichler. Er rechnet mit einem regen Interesse von Finanzinvestoren und strategischen Investoren. Industrial Services sei "hochprofitabel".
Telekommuniation
Telekom will Hälfte aller Callcenter schließen
Die Telekom plant die Schließung zahlreicher Callcenter. Laut dem Magazin "Focus“ soll jeder zweite Standort geschlossen werden, in den betroffenen Städten fallen hunderte Arbeitsplätze weg. Laut Telekom ließen sich nur noch Call-Center mit 400 bis 900 Mitarbeitern wirtschaftlich betreiben. Betroffen von den Umbaumaßnahmen sind laut Verdi bundesweit etwa 8.000 Beschäftigt "Wir werden kleinere Standorte in größere, wettbewerbsfähige Standorte in Deutschland überführen“, so ein Telekom-Sprecher. Jedem betroffenen Mitarbeiter werde ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten, kein Arbeitsplatz ins Ausland verlagert.
Automobilbau
Steht auch die Daimler AG steht möglicherweise vor einem weiteren Personalabbau? Das "manager magazin" berichtete, ein solcher Personalabbau wäre Teil eines Sparprogramms, über das der Vorstand des Automobilkonzerns aktuell diskutiert. Er würde vor allem Mitarbeiter der Konzernzentrale betreffen.
Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche überarbeite derzeit die Konzernstrategie. Am 25. und 26. September wolle Zetsche seine Pläne dem Aufsichtsrat präsentieren.
Zuletzt hatte Daimler 2006 angekündigt, 6.000 Stellen in der Verwaltung zu streichen.
Bankenlandschaft
Auch in der Bankenlandschaft dürfte es in absehbarer Zeit kaum Ruhe geben. Nach einer Übernahme durch die Commerzbank sollen die Bankgeschäfte der Investmentbank Dresdner Kleinwort einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge um zwei Drittel zusammengestrichen werden. Bereits vor einigen Tagen hatte die Zeitung geschrieben, dass die Investment-Banking-Sparte der Dresdner Bank stark beschnitten werde, falls die Allianz-Tochter von der Commerzbank übernommen werden sollte.
Bankanalysten gehen davon aus, dass vor allem in den Zentralen Mitarbeiter eingespart werden könnten. "Alle Steuerungstätigkeiten einer Bank, Bereiche wie die Informationstechnik und das Eigenanlagenmanagement (Treasury), braucht man nach einer Fusion nicht mehr zweimal, sondern nur noch einmal", sagt dazu Matthias Dürr, Analyst der DZ Bank. Mit dem Vertrieb dürften die Bankmanager hingegen vorsichtig umgehen, meint Dürr.
Insgesamt beschäftigen Commerzbank und Dresdner Bank im Inland rund 48.000 Mitarbeiter. Nach Einschätzung von Joachim Müller, einem Bankanalysten des französischen Finanzhauses Cheuvreux, könnten bei einer Fusion etwa 5000 Mitarbeiter entlassen werden.
Unicredit
Die italienische Großbank Unicredit plant in Westeuropa den Abbau von 9 000 Stellen, davon wird wohl auch die deutsche Tochter HVB massiv betroffen sein.
Der Stellenabbau sei im Rahmen des strategischen Plans für 2008 bis 2010 vorgesehen, teilte das viertgrößte Geldhaus Europas mit. Auch bei der Münchener HVB sind lt. Handelsblatt-Informationen zufolge sind 2 000 bis 2 500 Stellen bedroht.
HVB hatte erst kürzlich angekündigt worden, dass in diesem und im nächsten Jahr 1 800 Arbeitsplätze gestrichen oder ausgegliedert werden sollen. Finanzkreisen rechnen damit, dass im Zuge der neuen Unicredit-Sparrunde noch einmal bis zu 2 500 Stellen wegfallen könnten.