JobTV24 hat seinen Betrieb aufgenommen. Schwerpunkt soll die Präsentation von Stellenangeboten und Unternehmen sein.
Aktuell ist JobTV24 täglich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr zu empfangen – erforderlich ist eine Set-Top-Box, die den digitalen Empfang über Astra Digital möglich macht. Was das Geldverdienen nicht gerade einfach machen dürfte: In Deutschland hat bisher nur eine Million Haushalte digitale Empfänger. Für den digitalen Satellitenempfang ist eine so genannte Set-Top-Box erforderlich.
Tess
Ziel des vorerst nur über Satellit empfangbaren Senders sei es, bei der Jobsuche neben Stellenbörsen in Zeitungen und im Internet „eine dritte Dimension zu bieten, wir wollen das Thema Jobsuche emotional greifbar machen und den Zuschauer durch alle Phasen seines Berufslebens begleiten", wir wollen lieber Menschen begleiten, die einen Job gefunden haben – und ihren Weg zum Erfolg aufzeigen“, das Fernsehen hat die einzigartige Möglichkeit, ein Unternehmen emotional erlebbar zu machen", lautet die Erklärung des Senders.
Offensichtlich geht es nur um die Unternehmen - Stellengesuche gibt es auf JobTV24 nämlich nicht.
Gerne würde der Sender die Agentur für Arbeit für eine Zusammenarbeit gewinnen, aber dort hält man sich zurück, „Wenig attraktiv“ sei das Senderkonzept, regionale Versuche mit Job-TV´s hätten das bewiesen. Eine Kooperation sei daher „fast auszuschließen“, so die BA, berichtet das Handelsblatt.
Der Spartensender beschäftigt zur Zeit 15 Mitarbeiter, finanzieren will man sich mit Werbung und Stellenanzeigen. Ausserdem sei ein kostenpflichtiger Premiumbereich geplant, Ende 2007 will man schwarze Zahlen schreiben. Die Grundausstattung des Senders in „siebenstelliger Höhe“ wurde durch private Investoren aufgebracht.
Tess:
"Stellen Sie sich einen virtuellen Job-Kiosk vor. Wie auf einem Shopping-Kanal Diätprodukte oder Bauch-Weg-Trainer vermarktet werden, so könnte JobTV24 eben Jobs und nette Services anbieten. Fragen, ob die Micki-Maus-Krawatte noch zeitgemäss ist, Kostüm oder Jeans zum Vorstellungsgspäch, Entscheidungshilfen bei der Bewerbungsmappe (Karton einfarbig mit Ornament oder lieber etwas gediegen in Leder mit persönlichem Siegel), diese und andere Fragen werden Stellensuchende künftig leichter beantworten können.
Aber auch flankierende Werbung bietet sich geradezu an. Knabbereien und Snacks, Getränke, z. B ein süffiges Bier Marke "Joorbi" (Joborientierungsbier, spricht sich ab 0,8 Promille bereits recht flüssig)
Nicht zu vergessen Job-Entertainment. Warum nicht mal ein Job-Camp? Geschasste Vorstände, vorzeitig abgelöste Politker zusammen mit Hartz 4 /AloG II - Empfängern in einem Containerdorf nahe der polnischen Grenze. Oder Auswahl-Staffeln / Assessments nach dem Muster "Deutschland sucht den Superstar". Denkbar, dass man Dieter Bohlen als Moderator gewinnen könnte
" megageil, du bist eine Runde weiter" oder
"Sie fährt die Mitleidsnummer“ „Eins muß ich ihr lassen, sie ist super-clever. Die hat’s verstanden, die Leute mit ihrer Heul- und Mitleidsnummer einzufangen.....,
Funktionen im Beirat des Senders übernahm u. a. Ex-Arbeitsminister Walter Riester, der bereits zu Amtszeiten 2002 vorzeitig seinen Stuhl räumen musste.
Weiss doch keiner besser als er, dass Arbeitslosigkeit eben ein Milliardengeschäft ist.
Er sei gerne bereit mitzuarbeiten und seine Erfahrungen einzubringen, heisst es.
Aber halt, auch Herr Hartz wäre doch noch frei, warum nicht einige Beiträge über internationale "Arbeitsmarktbeziehungen"
Allerdings, einen Haken hat die ganze Sache, neue Jobs springen nicht aus der Satellitenschüssel...
Ihre Tess